19.04.2009 - Hank Shizzoe im BluesClub Hoelingen

Wir hatten nicht zu viel versprochen. Hank auf zweierlei Art zu erleben gibt es nur im BluesClub. Zuerst solo mit einem Auszug aus seinem aktuellen Programm. Hier reicht die Bandbreite von Singer/Songwriter mit akustischer Gitarre bis hin zu aufeinander-
geschichteten Loops, die mit unterschiedlichen Instrumenten eingespielt wurden. Das kann man nicht erklären, das muss man erlebt haben. Meine persönlichen Favoriten des ersten Sets waren allerdings die pur und ohne Schnickschnack vorgetragenen Stücke auf der akustischen Lapsteel. Ich bin da vielleicht ewas voreingenommen, denn ich liebe die Welt der gezogenen Töne (slide guitar) im Allgemeinen und die akustische Lapsteel im Besonderen. Das könnte ich stundenlang hören.

Besonders gefreut haben wir uns auf das zweite Set: Hank und Cole's Law (Hausband) ungeprobt und live. Natürlich hat uns Hank vorher mitgeteilt, welche Stücke er gern spielen möchte. Wir haben uns die Aufnahmen besorgt und uns einen Nachmittag gemeinsam hingesetzt und die Sachen ohne Hank durchgespielt. Das hat auch geklappt. Aber eben ohne Hank. Wir haben uns dann tatsächlich erst am 19.04. nachmitags getroffen und erst einmal aufgebaut und uns um die Technik gekümmert. Wer die Bühne des BluesClub vom letzten Mal kennt weiß, dass es dort (wie überhaupt im Bluesclub) recht eng zugeht. Bis wir die ganzen Instrumente untergebracht und die Technik entsprechend im Griff hatten war die Zeit schon recht weit vorangeschritten. Natürlich waren wir alle auch etwas nervös und wollten unbedingt hören, wie es denn nun zusammen klingt.

Umso erleichterter waren wir alle, als wir dann feststellten: "Es klingt." Ich glaube, Hank ging es genau so. Er hat mir zwar versichert, durch die zwei Telefonate im Vorfeld ausreichend beruhigt gewesen zu sein, aber ungeprobt mit Leuten, die man erst Stunden vor dem Auftritt kennen lernt, vor Publikum zu spielen bleibt ein Abenteuer. Vorgespräche hin oder her. Vielleicht ist das aber auch das Rezept des Abends gewesen. Spannung, die sich beim Soundcheck in Vorfreude verwandelte und sich dann beim eigentlichen Auftritt als pure Energie und Spielfreude entlud. Das klingt vielleicht ziemlich bescheuert. Aber genau so habe ich es empfunden. So etwas passiert oder es passiert nicht. Wenn so etwas passiert, kann man sich freuen dabei gewesen zu sein. So etwas läßt sich nicht reproduzieren.

Für diejenigen, die dabei waren, sind die Fotos in der Galerie (dieses Mal hat jemand mit einer richtigen Kamera, der damit umzugehen weiß auch richtig gute Fotos gemacht) bestimmt eine schöne Erinnerung.


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